Presseerklärung Realschule Plus

Die CDU in der Verbandsgemeinde und der Landtagsabgeordnete Thomas Barth erneuern die Kritik am Land bzw. der ADD.

VG NIEDER-OLM. Die CDU in der Verbandsgemeinde und der Landtagsabgeordnete Thomas Barth erneuern die Kritik am Land bzw. der zuständigen Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Diese verzögere eine Entscheidung, eine Realschule Plus in Nieder-Olm einzurichten.
Mit Blick auf die seit Jahren andauernde Debatte, eine neue Realschule Plus in Nieder-Olm einzurichten, führt Barth aus: „Im Grunde genommen geht es darum, die Schullandschaft dem Bedarf anzupassen. Deshalb setze ich mich seit Jahren zusammen mit dem CDU-Gemeindeverband Nieder-Olm für eine wohnortnahe Realschule plus in der VG Nieder-Olm ein. Die Karten hierfür liegen auf dem Tisch.


2019 beschloss der Kreistag Mainz-Bingen über alle Parteigrenzen hinweg einen neuen Schulentwicklungsplan für den Landkreis, auf Basis einer faktenorientierten Datenauswertung. „Die Zahlen prognostizierten einen weiteren Anstieg der Schülerzahlen für die VG Nieder-Olm. Sie belegen, dass aus planerischer Sicht der Bedarf in Nieder-Olm für eine zusätzliche, weiterführende Schule vorhanden ist, die das bestehende Gymnasium und die IGS ergänzt“. Barth begrüßt dabei ausdrücklich, dass der Regionaltag Rheinhessen sich zuletzt einstimmig für einen kreisüberschreitenden, regionalen Schulentwicklungsplan ausgesprochen hat, demzufolge die bisherigen Standorte gestärkt werden sollen.


CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Martin Senne ergänzt: „Der anhaltende Bauboom und die damit perspektivische Verschärfung des Schulplatzmangels, gerade im Haupt- und Realschulbereich, wird zu Lasten der betroffenen Schülerinnen und Schüler seit Jahren ignoriert“. Sein Stellvertreter Tim Süssenberger nimmt auch Verbandsbürgermeister Spiegler in die Pflicht: „Die ablehnende Haltung seitens Landrat Sippel, Parteikollege von Spiegler, kann nicht zur Lasten der Betroffenen in unserer Verbandsgemeinde gehen. Denn so werden den Kindern und Jugendlichen unnötig weite Schulwege zugemutet“. Dies sei weder verkehrs- noch umweltpolitisch erstrebenswert.  


Hintergrund ist die Blockadehaltung zu Veränderungen in der Schulstruktur im Nachbarlandkreis, die nur durch eine Entscheidung der ADD gelöst werden kann. Die CDU hatte bereits im Dezember 2019 eine Resolution für eine Realschule Plus in den Verbandsgemeinderat eingebracht, die alle Ratsfraktionen einstimmig mitgetragen haben. Auch hatten die Christdemokraten die Initiative ‚Schule vor Ort‘ und deren Petition unterstützt.


„Nun muss endlich auf die Umsetzung hingewirkt werden“, sind sich die Christdemokraten einig, „die politisch Verantwortlichen in der ADD und im Bildungsministerium müssen auch mal unpopuläre Entscheidungen treffen und sich erklären“.