Benefizveranstaltung in Ober-Olm für die Ukraine

19.04.2022

Die Benefizveranstaltung von CDU und Verein zur Förderung der Seniorenvertretung in der Ulmenhalle hat 6.000 Euro für die Ukraine-Hilfe erbracht.

„Das ist das erste Mal seit zwei Jahren, dass ich mal wieder unter Menschen bin“, sagte eine ältere Ober-Olmerin auf der Benefizveranstaltung für die Ukraine am 27. März in der Ulmenhalle. 400 Besucher kamen zu dem Treffen bei 3G-Bedingungen - dass es so viele werden würden, hat auch die Initiatoren überrascht: „Eigentlich hatte ich nur einen Kuchenstand vorgeschlagen“, erzählt die 34jährige Laura Leners, „weil man doch irgendwas machen muss, um zu helfen.“ Die CDU Ober-Olm und der Verein zur Förderung der Seniorenvertretung nahmen ihre Idee auf.

Eine Runde von Organisatoren bildete sich, fand Unterstützer: Die örtliche Metzgerei spendete 200 Bratwürste, das Repair-Café des Ortes brachte den Hauptpreis für die Tombola ein, ein generalüberholtes Oberklasse-Laptop. Ungewöhnlich waren die 40 Pakete mit Feueranzündern, die ein Unternehmer im Dorf für die Tombola gespendet hatte. „Viele Betriebe, Gastronomen und Winzer vor Ort fanden die Idee gut, ihnen danken wir für die Unterstützung“, sagt Mitinitiator Martin Senne von der CDU.
Ein berührender Moment war es, als die Jugendmusikgruppen des MGV Cäcilia und des Quartett-Vereins die ukrainische Nationalhymne spielten: Alle Besucher in der Ulmenhalle standen auf und schwiegen - eine Geste, die die anwesenden Ukrainer sehr beeindruckte. Der evangelische Pfarrer Ulrich Dahmer und der katholische Diakon Marcus Schmuck nahmen die bestürzende Lage in der Ukraine zum Anlass für ein gemeinsames Gebet in der vollbesetzten Halle.

„Wir können uns nur bedanken bei den über 30 Helfern am Stand und den vielen zuhause“ sagt Ingrid König vom Verein zur Förderung der Seniorenvertretung Ober-Olm. „50 Kuchen wurden für uns gebacken, einer war sogar komplett mit Zuckerguss in den ukrainischen Landesfarben verziert. Das zeigt doch, wie groß selbst in einem kleinen Dorf das Bedürfnis ist, etwas zu tun und solidarisch zu sein.“

Aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie der Tombola kamen schließlich mehr als 4.000 EUR zusammen. Mehrere Einzelspender rundeten im Nachgang den Betrag auf 6.000 EUR auf. „Die Summe soll nun an mehrere Initiativen gehen,“ erklärt Mitinitiator Wendelin Schultheis. Wie die des aus der Ukraine stammenden Jozsef Pintye, der in Ober-Olm für einen Krankenwagen und Schutzgüter aktuell weiter Spenden sammelt (AZ vom 04.03.22). Unterstützt werden sollen außerdem die Flüchtlingshilfe in Ober-Olm sowie das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. „Die genaue Aufteilung werden wir noch bekannt geben“, versprechen König, Schultheis und Senne.