Savoir-vivre in Dijon - Fahrt nach Burgund

Fünf schöne Tage in Burgund. Nicht nur das gute Essen, sondern auch die vielen kulturellen Eindrücke werden bei allen noch lange nachklingen.

Wie es sich für rheinhessische Weinliebhaber gehört, standen zwei Weinproben an der burgundischen Weinstraße auf dem Programm. Sowohl im L’Imaginarium in Nuits-Saint-Georges als auch im Marché aux vins in Beaune konnten Chardonnay und Pinot Noir verkostet werden, und es gab auch zu jedem der köstlichen Mahlzeiten einen guten Tropfen.

In Beaune wurde bei einer interessanten Führung des Hôtel-Dieu besichtigt, ein Hospital für Arme und Kranke, das von Nicolas Rolin und seiner Frau im 15. Jh gestiftet wurde, um damit sein Seelenheil zu erkaufen.

In der Zisterzienserabtei Fontenay erfuhren wir viel über das karge Leben im Kloster, das von Bernhard von Clairvaux im Jahr 1118 gegründetet wurde und zum Unesco-Weltkulturerbe gehört.  In  Flavigny-sur-Ozerain, einem der schönsten mittelalterlichen Dörfer Frankreichs und Schauplatz des Films Chocolat, wurde in einer umgebauten Scheune "La Grange" gegessen. Landfrauen kochen dort alles, was in ihrem Dorf wächst und das Essen mit Bauernsalat, Boeuf bourguignon, hausgemachtem Ziegenkäse und Tarte mit Äpfel, Brombeeren und  Zwetschgen  mundete ausgezeichnet.

Untergebracht war die Gruppe im Hotel Ibis in  Dijon. Die Stadt wurde bei einer Führung erkundet und das Musée des Beaux Arts, das im ehemaligen Palast der Herzöge von Burgund untergebracht ist, besichtigt.  Zu einem Empfang war die Gruppe im Haus Rheinland-Pfalz. Honorarkonsul Till Meyer, seit 1994 Leiter des Hauses, begrüßte die Gruppe bei Kaffee und Gebäck im Garten der Repräsentanz und erläuterte die Aufgaben seines Hauses.

Ein besonderes Erlebnis war das Clos de Vougeot an der burgundischen Weinstraße, verbunden mit der Weinverkostung eines Grand Cru inmitten der Weinberge, und das Schloss Bussy-Rabutin.

Auf der Rückreise wurde noch Station in Nancy gemacht. In der bekannten Jugendstil-Brasserie Excelsior stärkten wir uns bei einem vorzüglichen Mittagessen für die anschließende Stadtführung, bei der die Altstadt und die schöne Place Stanislas gezeigt wurden. Pünktlich um 20 Uhr war die Gruppe wieder zurück in Zornheim.

Die Reise stand unter der bewährten Leitung von Gerhard Ostendorf und seiner Frau Marlene, die den Ausflug geplant und durchgeführt haben. Ein Dank geht aber auch an das gesamte Team, insbesondere an die Spender von Wein, Kuchen und Obst.

R.Eg.