CDU-geführte Ortsverwaltung packt erste Projekte nach Kommunalwahl an

11.10.2019

AUS DEM RAT: Dorferneuerungsprogramm: Umsetzung begonnen - langwierige Verfahren - Kanalbaumaßnahmen in der Bitz

OBER-OLM. Die neue, von CDU und FWG geführte Ortsverwaltung schreitet zügig voran. In den vergangenen Rats- und Ausschussitzungen nach der Kommunalwahl war das Dorferneuerungskonzept das prägende Thema. Eine erste Idee aus dem Ober-Olmer Kinderparlament hatte die Ortsgemeinde bereits im Frühjahr mit der mobilen Eisdiele auf dem Kirchplatz umsetzen können. Das dörfliches Leben soll weiter angeregt werden, die Ergebnisse des  Dorferneuerungskonzeptes stellte Dorfmoderatorin Nathalie Franzen im Rat vor. Zum Beispiel mit Hilfe einer Ober-Olmer Fibel, die als Handbuch für das kulturelle Leben in Ober-Olm fungieren soll. Der Umbau einer historisch wertvollen Hofreite zum Kulturzentrum am Krainerhof geht voran, und ein Ober-Olmer Taler soll ehrenamtliche Hilfeleistungen stärken.

OBER-OLMER TALER

„Es hat nichts damit zu tun, dass wir uns frei machen wollen von der Geldpolitik der EZB“, scherzte Ulrich Hansen im Rat als Sprecher einer derzeit zehnköpfigen Arbeitsgruppe zum Taler. Dieser sei als Regionalwährung vielmehr „die Basis für einen Tauschring“. Ehrenamtliche Leistungen, wie z.B. Blumengießen oder Vorlesen für ältere Menschen, Begleitungen zum Spazieren oder zum Arzt, sollen so gefördert werden. Ein Taler soll dem Wert von 20 Minuten entsprechen, der für drei Euro dann im Rathaus erworben werden kann. Die Erlöse kommen dann nach den Vorstellungen der Arbeitsgruppe aber keinen Privatpersonen zugute, sondern den Ober-Olmer Kindergärten. Das Tauschring-Angebot soll koordiniert werden durch die Freiwilligen rund um Hansen, ehrenamtlich im Zusammenspiel mit der Ortsverwaltung. „Der Taler soll als Motivator dienen“, so Hansen. Der genaue Name, vorgeschlagen ist „Ulmi“, ist noch nicht endgültig entschieden, ebenso brauche es weitere Mithelfer in der Arbeitsgruppe.

LANGWIERIGE VERFAHREN

Alle Themen der Dorferneuerung, so auch die Dauerthemen Verkehr, Begrünung und Naherholung, Freizeit, Integration Zuziehender und Verbesserungen an Spielplätzen wurden zur weiteren Beratung den neu gegründeten Ausschüssen der Gemeinde zugeteilt. Ortsbürgermeister Matthias Becker (CDU) gab im Rat den Hinweis, dass vieles davon auch von externen Zuschüssen und Entscheidungen andere Behörden abhängt - und deshalb Geduld brauche. Dies gilt auch für den notwendigen Kanalneubau auf der Bitz und dem dazu beschlossenen Zisternenbau am Sportplatz. Beide Bereiche werden bis zum nächsten Jahr zur Baustelle. Eine vor rund 15 Jahren falsch angeschlossene Drainage macht die Sanierung unumgänglich, da bei starken Regenfällen Keller zu überfluten drohen. Hier sei die notwendige Zusammenarbeit gerade mit dem Abwasserzweckverband AVUS langwierig gewesen. Aktuell befindet sich die Maßnahme in der Ausschreibung durch die Verbandsgemeinde.