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GEMEINDEVERBAND NIEDER-OLM

Großgasse 34, 55271 Stadecken-Elsheim  (06136)760111 


FRAKTION IM VG-RAT NIEDER-OLM 

Birkenweg 10, 55268 Nieder-Olm  (06136) 2336   


P R E S S E E R K L Ä R U N G


Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm:

 

Es bleiben noch zu viele Fragezeichen

Die CDU in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm bezieht zur Frage, ob in der Verbandsgemeinde eine IGS in Trägerschaft der VG eingerichtet werden soll, öffentlich Stellung. Anlass ist die von der Verbandsgemeinde in diesen Tagen gestartete Elternumfrage. Die CDU kritisiert insbesondere die fehlende Auskunft in dieser Umfrage zur Einrichtung einer Oberstufe. Nach den der CDU vorliegenden Informationen ist gerade die Einrichtung einer Oberstufe noch nicht sicher und eher unwahrscheinlich. „Wie sollen denn die angesprochenen Eltern eine ihre Kinder betreffende verantwortliche Entscheidung über die Schullaufbahn treffen, ohne über die Konsequenzen im einzelnen informiert zu sein,“ beanstanden  Reinhard Küchenmeister, CDU-Fraktionsvorsitzender und Thomas Barth, Parteivorsitzender. Stattdessen gibt es offenbar Überlegungen, eine zentrale Oberstufe an einem Standort innerhalb des Landkreises einzurichten. Dies würde bedeuten, dass Oberstufenunterricht z.B. in Sprendlingen-Gensingen stattfände. Die Konsequenzen alleine durch den zeitaufwändigen Schülertransport sollten jedenfalls den Eltern mitgeteilt werden.

Grundsätzlich stellen die Christdemokraten fest, dass sich die Regionale Schule rückläufigen Schülerzahlen gegenüber sieht und hieraus geeignete Maßnahmen ergreifen muss, um den Schulstandort Nieder-Olm zu erhalten. Die Einrichtung einer Ganztagsschule erachtet die CDU daher als vernünftigen Schritt in die richtige Richtung. Dass die Konzeption der rheinland-pfälzischen Ganztagsschule insgesamt noch nicht ausgereift sei und die aus der Hauptschule hervorgegangene Regionale Schule grundsätzliche Prestigeprobleme habe, sei kein Gerücht. Doch hier sei das Land gefragt, um den Weg aus der Misere aufzuzeigen.

Nach Ansicht der CDU würde die Einrichtung einer IGS die Attraktivität der derzeitigen Regionalen Schule auch nur bedingt steigern, da in der näheren und nächsten Umgebung u. E. genügend Integrierte Gesamtschulen vorhanden seien, die die Kinder aus der VG aufnehmen können. So ergebe sich aus einer Antwort der Landesregierung auf eine entsprechende Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Dorothea Schäfer, dass von den derzeit 922 Schüler/innen, die aus der Verbandsgemeinde nach Mainz zur Schule gingen, nicht einmal ein Drittel eine IGS besuchten.

Küchenmeister und Barth weisen daraufhin, dass die Entscheidung für eine IGS in der Verbandsgemeinde nicht aus ideologischer Sicht, sondern unter Berücksichtigung vorliegender Fakten getroffen werden sollte. So habe Spiegler bisher noch nicht die Frage beantworten können, an welchem Schulstandort die in Nieder-Olm vorhandenen Hauptschüler ihre Schulbildung erhalten werden, die das IGS-Drittel übersteigen. Bei Einrichtung einer IGS sei nämlich darauf zu achten, dass sich die Schülerschaft zu je einem Drittel aus Schülern mit Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulempfehlungen zusammensetze. Eine IGS in Nieder-Olm hätte möglicherweise zufolge, dass Hauptschüler aus der Verbandsgemeinde, die das sog. Drittel übersteigen, an einen anderen Schulstandort außerhalb der Verbandsgemeinde ausweichen müssten, um Schülern mit einer anderen Schullaufbahnempfehlung den Schulbesuch in Nieder-Olm zu ermöglichen. Diese Konsequenz halten Küchenmeister und Barth für absurd und vor allem nicht sozial gerechtfertigt. Leidtragende seien damit Schüler/innen, die auf Grund ihrer Hauptschullaufbahnempfehlung ohnehin mit Vorurteilen zu kämpfen hätten.

 

 

 

gez. Thomas Barth                                                             gez. Reinhard Küchenmeister

(Vorsitzender CDU-Gemeindeverband)                               (Vorsitzender CDU-Fraktion)

 


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